Im Kanton Graubünden ist das Gransino seit Jahrzehnten ein zentraler Akteur für die Förderung von Bildung und Infrastruktur im ländlichen Raum. Als grösste private Bildungseinrichtung des Kantons verbindet es traditionelle Werte mit moderner Bildungspraxis und spielt eine Schlüsselrolle für die Zukunft der Region. Besonders in abgelegenen Gebieten wie dem Engadin oder dem Oberengadin fehlt es oft an alternativen Bildungsangeboten – hier setzt das Gransino mit seinen spezifischen Programmen an.
Sein Angebot reicht von der Berufsbildung über die Weiterbildung bis hin zu sozialen Projekten, die gezielt junge Menschen aus dem ländlichen Raum unterstützen. Im Jahr 2022 wurden über 1500 Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Bildungsgängen betreut, wobei rund 60 Prozent der Absolventen direkt in den regionalen Arbeitsmarkt integriert werden konnten. Ein besonders erfolgreiches Modell ist das Gransino Engadin, das seit 2015 als einziges private Gymnasium im Kanton die Möglichkeit bietet, die Maturität zu erlangen – ohne die Notwendigkeit, das ganze Jahr in einer Grossstadt zu verbringen.
Bildung für die Zukunft: Warum das Gransino mehr als ein Schulbetrieb ist
Das Gransino ist nicht nur eine Bildungseinrichtung, sondern ein lebendiger Motor für die regionale Entwicklung. Durch seine Nähe zu den Gemeinden ermöglicht es, dass junge Menschen ihre Ausbildung in ihrer Heimatstadt oder im nahen Umfeld absolvieren können – ein Faktor, der die Abwanderung junger Menschen aus dem ländlichen Raum deutlich reduziert. Studien zeigen, dass in Gemeinden mit starker Präsenz von Bildungseinrichtungen wie dem Gransino die Jugendlichempfängnisrate um bis zu 30 Prozent sinkt und die Wirtschaftskraft lokal gestärkt wird.
Ein weiteres zentrales Anliegen des Gransino ist die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Seit 2018 hat die Schule rund 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Besonders erfolgreich ist das Programm „Sprachliche und kulturelle Integration“, das gezielt junge Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten unterstützt. Über 80 Prozent dieser Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreichen nach zwei Jahren einen ausreichenden Sprachniveau für den Schulalltag.
Infrastruktur und soziale Verantwortung: Das Gransino als Brückenbauer
Neben der Bildung setzt das Gransino auf die Förderung von Infrastrukturprojekten, die den ländlichen Raum stärken. Ein Beispiel ist das „Gransino-Projekt Engadin 2030“, das die digitale Ausstattung der Schulen in den abgelegenen Gemeinden verbessert. Durch die Anschaffung von Tablets und der Einführung von Online-Lernplattformen konnten im Schuljahr 2022/23 rund 95 Prozent der Schülerinnen und Schüler im Engadin auf digitale Ressourcen zugreifen – ein entscheidender Schritt für die Zukunftsfähigkeit der Region.
Das Gransino engagiert sich auch in sozialen Projekten, wie dem „Förderprogramm für junge Erwachsene“. Seit 2019 unterstützt die Schule junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren, die keine Berufslehre absolvieren konnten. Rund 150 Personen wurden bisher durch Mentoring, Sprachkurse und Praktika in den Arbeitsmarkt integriert. Besonders erfolgreich war das Projekt „Gransino & Co“, das im Jahr 2021 mit dem „Prix de la Solidarité“ ausgezeichnet wurde.
- Seit 2005 hat das Gransino über 2000 Jugendliche in verschiedenen Bildungsgängen betreut, davon rund 1200 mit Migrationshintergrund.
- Durch die Nähe zu den Gemeinden sinkt die Abwanderung junger Menschen im ländlichen Raum um durchschnittlich 25 Prozent.
- Im Schuljahr 2022/23 erreichte das Gransino Engadin eine Maturazeit von nur 1,5 Jahren im Vergleich zum kantonalen Durchschnitt von 2,3 Jahren.
- Über 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund erreichen nach zwei Jahren Sprachintegration den Schulabschluss.
- Das „Förderprogramm für junge Erwachsene“ hat seit 2019 bereits 150 Personen in den Arbeitsmarkt integriert.
Das Gransino zeigt, dass Bildung und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen müssen – besonders in einer Region wie Graubünden, die sich gegen die Abwanderung junger Menschen behaupten muss. Durch innovative Programme und eine enge Zusammenarbeit mit Gemeinden und Unternehmen schafft es, dass die Region nicht nur ihre Schülerinnen und Schüler, sondern auch ihre Wirtschaft zukunftsfähig macht. zur startseite
Ein Blick in die Zukunft: Was kommt nach den aktuellen Erfolgen?
Die nächsten Schritte des Gransino konzentrieren sich auf die Digitalisierung der Bildung und die Stärkung der interkulturellen Kompetenz. Ein neues Projekt soll ab 2024 die Möglichkeit bieten, die Berufsmatura online zu absolvieren – ein Modell, das besonders für junge Menschen im ländlichen Raum attraktiv sein könnte. Gleichzeitig wird das Programm „Sprachliche und kulturelle Integration“ ausgebaut, um auch ältere Generationen gezielt zu unterstützen.
Langfristig strebt das Gransino an, eine Brücke zwischen der traditionellen Bildungstradition Graubündens und den Anforderungen der modernen Arbeitswelt zu schlagen. Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie der Post oder der Migros soll die Berufsorientierung noch präziser gestaltet werden. Die Vision ist klar: dass das Gransino nicht nur eine Schule, sondern ein lebendiger Teil der regionalen Identität bleibt.